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EL ABRAZO DE LA SERPIENTE - DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE

Regie: Ciro Guerra

Argentinien/Kolumbien/Venezuela 2015 - 124min - Original mit deutschen Untertiteln


Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der Yakruna. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf den Weg auf dem Amazonas, ins Herz der Finsternis …


In grandiosen Bildern erzählt DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung. Beruhend auf wahren Begebenheiten, als faszinierendes Abenteuer erzählt.


Auf dem Cannes Filmfestival 2015 wurde DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE mit dem C.I.C.A.E. Award ausgezeichnet und erhielt eine Oscar-Nominierung als Bester Fremdsprachiger Film 2016.


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26.11.2016

20:00

Peter Weiss

Haus



mit

Diskussion


3,00€

Eintritt

TIMBUKTU

Regie: Abderrahmane Sissako

Mali/Mauretanien/Frankreich 2014 - 97min - Original mit deutschen Untertiteln Originalfassung


Kidane lebt friedlich mit seiner Frau Satima, seiner Tochter Toya und Issan, einem kleinen, 12 Jahre alten Hirtenjungen in den Dünen, nicht weit von Timbuktu, das in die Hände religiöser Fundamentalisten gefallen ist.

In der Stadt erdulden die Einwohner ohnmächtig das Terrorregime, das von den Dschihadisten eingesetzt wurde, um ihren Glauben zu überwachen. Musik, Gelächter, Zigaretten und sogar das Fußballspielen wurden verboten. Die Frauen sind zu Schatten geworden, die versuchen, würdevoll Widerstand zu leisten.

Jeden Tag werden von auf die Schnelle eingesetzten Tribunalen tragische und absurde Strafen ausgesprochen. Kidane und seine Familie bleiben von dem Chaos in Timbuktu verschont. Aber ihr Schicksal ändert sich, als Kidane aus Versehen Amadou tötet, einen Fischer, der seine Lieblingskuh „GPS“ schlachtete. Nun muss er sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen.


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25.11.2016

20:30

Peter Weiss

Haus


mit

Diskussion


3,00€

Eintritt

GIRIMUNHO - DER WIRBEL

Regie: Clarissa Campolina und Helvécio Marins Jr.

Brasilien/Spanien/Deutschland 2011 - 90min - Original mit deutschen Untertiteln


Im brasilianischen Hinterland lebt die 81-jährige Bastu zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Enkeltochter

Branca, die sich geduldig um ihre Großmutter kümmert. Als Bastus Ehemann stirbt fühlt sie sich von seinem Geist

auf penetrante Weise heimgesucht. Sie sucht Rat bei ihrer Freundin und Nachbarin Maria, die ihr Leben der

Aufrechterhaltung von Traditionen und alten brasilianischen Volksliedern widmet.


Als Enkeltochter Branca endlich eine Ausbildung findet und ihr eigenes Leben woanders beginnen will, muss Bastu anfangen die Hinterlassenschaften und damit den Geist ihres Mannes los zu lassen.


Girimunho gibt einen sanften, unaufdringlichen Einblick in das Leben der Frauen, ihren Umgang mit Einsamkeit,

Selbstständigkeit und Abhängigkeit. Der entspannte und langsame Lebensrhythmus wird in poetischen,

meditativen Bildern erzählt.


6 Jahre lang arbeiteten die Regisseure Clarissa Campolina und Helvécio Marins Jr. zusammen mit wunderbaren Laiendarstellern, die dem Film eine authentische und fast dokumentarische Atmosphäre verleihen.


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27.11.2016

20:00

Peter Weiss

Haus


3,00€

Eintritt

LE SILENCE DE LA FORêT - THE SILENCE OF THE FOREST

Regie: Bassek ba Kobhio und Didier Ouénangaré

Kamerun/Zentralafrika/Gabun 2003 - 93min - Original mit englischen Untertiteln


„Le silence de la forêt“ ist eine filmische Adaption eines gleichnamigen Romans des Schriftstellers Etienne Goyamidé. Der Film erzählt die Geschichte der Rückkehr von Gonaba in sein Herkunftsland, die zentralafrikanische Republik. Nach jahrzehntelangem Aufenthalt verlässt er Frankreich, wo er erfolgreich studiert hat und danach ein mehr als gesichertes Leben führte. 

Gonaba wird von Eriq Ebouaney gespielt, der u.a. für seine Interpretation von Lumumba im gleichnamigen Film von Raoul Peck bekannt ist. Gonaba verfolgt den Traum, sein Land bei seiner Transformation in die Moderne zu unterstützen: „Ich kann es kaum erwarten, eines Tages mit Genugtuung sagen zu können: Schaut hier, was ich für dieses Land geleistet habe.“ Er glaubt mit seinem westlichen Curriculum dafür genug gewappnet oder berufen zu sein. Den Bakas, einer von der Regierung sehr vernachlässigte Bevölkerungsminderheit im Land möchte er helfen sich zu wehren. Er will sie „retten“. Sie sollen lesen lernen. Es bahnt sich einen unerwarteter „Kulturkampf“ an.


Der Film feierte 2003 seine Premiere auf dem Filmestival in Cannes, Frankreich und gilt als erste große Produktion der Filmgeschichte der zentralafrikanischen Republik.


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24.11.2016

20:00

Peter Weiss

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mit

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LA TETA ASUSTADA - EINE PERLE EWIGKEIT

Regie: Claudia Llosa

Spanien/Peru 2009 - 94min - Spanisch/Quechua mit deutschen Untertiteln


La teta asustada bedeutet übersetzt so etwas wie "die erschrockene Brust" und ist der Nachfolger von Llosas Debutfilm Madeinusa, den wir schon auf den letzten Tages des indigenen Films gezeigt haben. Fausta wohnt bei ihrem Onkel und dessen Familie in einem Vorort von Lima. Die junge Frau lebt in dem Glauben das Leid ihrer verstorbenen Mutter während der Zeit des Terrors in Peru mit der Muttermilch aufgesogen zu haben und infolgedessen in ständiger Angst vor einer Vergewaltigung. Um sich zu schützen hat sie eine Kartoffel in ihre Vagina eingeführt und sie weigert sich trotz der durch sie verursachten, zunehmenden Schmerzen sie entfernen zu lassen. Um die Beerdigung ihrer Mutter bezahlen zu können, nimmt sie eine Stelle als Hausmädchen bei einer wohlhabenden Pianistin an, doch erst als ihr dort Ungerechtigkeit widerfährt, regt sich in ihr der Wille zu Selbstbestimmung.

La teta asustada nahm 2009 als erster peruanischer Film am Wettbewerb der Berlinale teil und gewann den Goldenen Bären.

Der Spielfilm thematisiert die Folgen der Gewalterfahrungen peruanischer Indigener während der blutigen Konflikte zwischen der Sendero Luminoso-Guerilla und der Staatsgewalt in den 80er Jahren für  nachfolgende Generationen. Die Bedeutung der Traumatisierung indigener  Kollektive und Familien für das Individuum wird anhand des Schicksals der jungen Fausta plastisch.


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23.11.2016

20:00

Peter Weiss

Haus


mit

Diskussion


3,00€

Eintritt


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